Miller (1956) beschrieb eine Grenze dafür, wie viel Menschen gleichzeitig im unmittelbaren Gedächtnis halten können: etwa sieben Elemente, plus oder minus zwei. Es ist eine der meistzitierten Arbeiten der Kognitionspsychologie, und ihre Aussage für die Gestaltung ist einfach: Menschen können nur wenige Dinge gleichzeitig im Kopf behalten.
Martinussen et al. (2005) fassten 26 Studien zum Arbeitsgedächtnis bei Kindern und Jugendlichen mit ADHS zusammen und fanden ein schwächeres Arbeitsgedächtnis als bei Gleichaltrigen, am stärksten bei räumlichen Informationen. Wir denken, dass dadurch jede zusätzliche Wahl, jedes zusätzliche Element auf dem Bildschirm und jede unnötige Entscheidung Menschen mit ADHS mehr kostet, weil sie alle um denselben begrenzten Platz im Arbeitsgedächtnis konkurrieren.