KVT bei ADHS: Was eine Studie fand
In einer Studie mit Erwachsenen unter ADHS-Medikation verringerte KVT, die Planungsfähigkeiten vermittelte, die Symptome stärker als Entspannung mit edukativer Unterstützung.
Safren et al. (2010) führten eine randomisierte kontrollierte Studie durch, veröffentlicht in JAMA, mit 86 Erwachsenen mit ADHS, deren Symptome trotz Medikation bestehen blieben. Zwölf Sitzungen kognitiver Verhaltenstherapie, die für Erwachsene mit ADHS entwickelt wurde, verringerten die Symptome stärker als zwölf Sitzungen Entspannung mit edukativer Unterstützung, eingeschätzt von einer beurteilenden Person, die nicht wusste, welche Behandlung jemand erhalten hatte. Die Kernmodule der Therapie vermittelten Organisieren und Planen mit Kalender und Aufgabenliste, Problemlösen einschließlich des Zerlegens überwältigender Aufgaben in Schritte, den Umgang mit Ablenkung und Wege, in belastenden Situationen anpassungsfähiger zu denken. Die Studie hat nicht untersucht, welches dieser Module den Unterschied machte.
Bei Depressionen, nicht bei ADHS, fand eine Metaanalyse von Cuijpers et al. (2007) mit 16 Studien (780 Personen), dass Aktivitätenplanung, eine verhaltensorientierte Behandlung, bei der Menschen ihre Stimmung und ihre Tagesaktivitäten festhalten und mehr angenehme Aktivitäten hinzufügen, ungefähr so gut wirkte wie kognitive Therapie. Daraus ziehen wir für den Start von Aufgaben diese Lehre. Du musst dich nicht bereit fühlen. Der Weg muss nur so kurz sein, dass Bereitschaft keine Rolle spielt.
Quellen
Safren, S. A., et al. (2010). Cognitive behavioral therapy vs relaxation with educational support for medication-treated adults with ADHD and persistent symptoms: A randomized controlled trial. JAMA, 304(8), 875-880. https://doi.org/10.1001/jama.2010.1192
Cuijpers, P., van Straten, A., & Warmerdam, L. (2007). Behavioral activation treatments of depression: A meta-analysis. Clinical Psychology Review, 27(3), 318-326. https://doi.org/10.1016/j.cpr.2006.11.001